Intensiv-Haus-und Krankenpflegedienst NEMO



Nah-Effektiv-Mobil-Organisiert = NEMO


Übersicht Leistungen unserer Krankenpflege nach dem SGB V

Die Umsetzung dieser Bundesrichtlinie ist uns ein wichtiges Anliegen, da wir dadurch die medizinische Versorgung in den eigenen 4 Wänden gewährleisten können und eine deutliche Entlastung in Ihrem täglichen Leben erreichen. Durch die Verordnungsfähigkeit dieser Leistungen, besteht die Möglichkeit trotz einer Erkrankung oder einer Einschränkung ein eigenständiges Leben zu führen.

Haben Sie fragen zu unseren Leistungen? Kontaktieren Sie uns unter 0361/2626200 oder über unser Kontaktformular.

 


Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung 

Pflegerische Prophylaxen, Lagern und Hilfen bei der Mobilität sind Bestandteil der verordneten Leistungen in dem Umfang, wie sie zur Wirksamkeit der verordneten Leistungen notwendig sind, auch wenn die Häufigkeit, in der sie nach Maßgabe der individuellen Pflegesituation erbracht werden müssen, von der Frequenz der verordneten Pflegeleistungen abweichen. Die allgemeine Krankenbeobachtung ist Bestandteil jeder einzelnen Leistung der häuslichen Krankenpflege und von daher nicht gesondert verordnungsfähig.

Nr.

Leistungsbeschreibung

Bemerkung

Dauer und Häufigkeit der

Maßnahme

1.

Anleitung bei der Grundpflege in der Häuslichkeit

 

Beratung und Kontrolle der Patientin oder des Patienten, Angehöriger oder anderer Personen in der Häuslichkeit bei Unfähigkeit zur Durchführung der Maßnahmen und vorhandenem Lernpotential (z.B. bei den Grundverrichtungen des täglichen Lebens, wie Lagern, Körperpflege).

 

Die Patientin oder der Patient, eine Angehörige oder ein Angehöriger oder eine andere Person wird

 

- in der Durchführung einer Maßnahme angeleitet bzw. unterstützt und

-im Hinblick auf das Beherrschen einer Maßnahme kontrolliert,

 

um die Maßnahme dauerhaft selbst durchführen oder dauerhaft Hilfestellung bei der eigenständigen Durchführung der Maßnahme geben zu können.

Anleitung bis zu 5x

verordnungsfähig

 

2.

 

Ausscheidungen:

Ausscheidungen, Hilfe beim Ausscheiden und der Beseitigung von Urin, Stuhl, Schweiß, Sputum und auch Mageninhalt, z. B.:

 

  → Verwendung von Inkontinenzprodukten (z. B.Vorlagen,

         Condomurinal),

  → Reinigung des Harnröhrenkatheters (Reinigung des

Katheters und der Harnröhrenöffnung, ggf. abstöpseln in zeitlich festgelegten Intervallen),

  → Wechsel des Katheterbeutels,

  → Reinigung und Versorgung des Urostoma,

  → Reinigung und Versorgung des Anus-praeter,

 

Kontinenztraining, Toilettentraining (Aufsuchen der Toilette nach einem festen Zeitplan). Die Uhrzeiten sind in einem Erfassungsbogen zu dokumentieren.

  → der Harnblase. Die Blasenentleerungszeiten sind

im Abstand zur Einnahme von Flüssigkeit je nach Gewohnheit der Patientin oder des Patienten einzupendeln, anfänglich mindestens zweistündlich. Angestrebt wird eine viermalige Blasenentleerung pro Tag.

  → des Enddarms. Die Darmentleerungszeiten sind je

  nach Gewohnheit der Patientin oder des Patienten

einzupendeln

 

gegebenenfalls einschließlich

- pflegerische Prophylaxen (pflegerische Maßnahmen zur

  Vorbeugung von z. B. Kontrakturen, Obstipation, Parotitis,

  Pneumonie, Soor, Thrombose, Hornhautaustrocknung,

  Intertrigo),

- Dekubitusprophylaxe wenn Hautdefekt noch nicht besteht

  (z. B. wirksame Druckentlastung, Hautpflege, ausreichende

  Flüssigkeitszufuhr),

- Lagern (Flachlagerung, Oberkörperhochlagerung,

  Bauchlagerung, Beintieflagerung, Beinhochlagerung oder

  Seitenlagerung (30, 90, 135 Grad), ggf. unter Verwendung

  von Lagerungshilfsmitteln),

- Mobilität, Hilfe zur Verbesserung der (im Rahmen der

  aktivierenden Pflege z. B.: Aufstehen aus liegender oder

  sitzender Position in Form von Aufrichten bis zum Stand,

  Gehen und Stehen, Treppensteigen, Transfer / Umsetzen,  

  Hinsetzen und Hinlegen, Betten einer immobilen Patientin  

  oder eines immobilen Patienten, Lagern, allgemeine

  Bewegungsübungen).

siehe Stomabehandlung (Nr. 28)

 

siehe Einlauf, Klistier, Digitale Enddarmausräumung (Nr. 14)

 

Das Abklemmen des Dauerkatheterschlauchs zur Steigerung der Blasenkapazität ist Bestandteil der Leistung.

siehe Trachealkanüle, Wechsel und Pflege der (Nr. 29)

siehe PEG, Versorgung bei (Nr. 27)

siehe Katheter, Versorgung eines suprapubischen (Nr. 22)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist aus medizinischer Sicht eine besondere

Lagerungsform erforderlich, ist dies auf der Verordnung einer anderen Leistung anzugeben.

 

 

3.

Ernährung beinhaltet:

 

- Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr, Hilfe bei

 

Sondennahrung, Verabreichen, über Magensonde,

  Katheter- Jejunostomie (z. B. Witzel- Fistel), perkutane  

  endoskopische Gastrostomie (PEG) mittels Spritze,

  Schwerkraft oder Pumpe, Überprüfung der Lage der Sonde,

  Spülen der Sonde nach Applikation, ggf. Reinigung des  

  verwendeten Mehrfachsystems,

 

 gegebenenfalls einschließlich

- pflegerische Prophylaxen (pflegerische Leistungen zur  

  Vorbeugung von z. B. Kontraktur, Obstipation, Parotitis,  

  Pneumonie, Soor, Thrombose, Hornhautaustrocknung,  

  Intertrigo),

- Dekubitusprophylaxe wenn Hautdefekt noch nicht besteht

  (z. B. wirksame Druckentlastung, Hautpflege, ausreichende

  Flüssigkeitszufuhr),

- Lagern (Flachlagerung, Oberkörperhochlagerung,

  Bauchlagerung, Beintieflagerung, Beinhochlagerung oder     

  Seitenlagerung (30, 90, 135 Grad), ggf.unter Verwendung

  von Lagerungshilfsmitteln),

- Mobilität, Hilfe zur Verbesserung der (im Rahmen der   

  aktivierenden Pflege z. B.: Aufstehen aus liegender oder

  sitzender Position in Form von Aufrichten bis zum Stand,

  Gehen und Stehen, Treppensteigen, Transfer / Umsetzen,

  Hinsetzen und Hinlegen, Betten einer immobilen Patientin

  oder eines immobilen Patienten, Lagern, allgemeine

  Bewegungsübungen).

 

 

siehe PEG, Versorgung bei (Nr. 27)

siehe Medikamentengabe (Nr. 26)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist aus medizinischer Sicht eine besondere

Lagerungsform erforderlich, ist dies auf der Verordnung einer anderen Leistung anzugeben.

 

 

4.

Körperpflege beinhaltet:

 

- Duschen, Baden, Waschen (auch von Augen, Ohren, Nase),

  Mund-, Zahn-, Lippen- und Hautpflege, Rasur, Haar- und

  Nagelpflege,

 

 

 

 

 

 

 

- ggf. Pflege einer Augenprothese,

 

- ggf. Mundpflege als Prophylaxebei abwehrgeschwächten

  und/oder im Allgemeinzustand stark reduzierten 

  Patientinnen oder Patienten,

 

An- und/oder Auskleiden(Vorbereiten individueller

  Kleidung, Hilfe beim An- und Ausziehen der Kleidung, von

  Stützstrümpfen, von Antithrombosestrümpfen, von

  konfektionierten / teilkonfektionierten / maßgefertigten

  Bandagen, von Kompressionsstrümpfen der

  Kompressionsklasse I, das An- und Ablegen von Prothesen,

  von Orthesen, von Stützkorsetts, von Bruchbändern etc.),

 

gegebenenfalls einschließlich

- pflegerische Prophylaxen (pflegerische Maßnahmen zur

  Vorbeugung von z. B. Kontraktur, Obstipation, Parotitis,

  Pneumonie, Soor, Thrombose, Hornhautaustrocknung,

  Intertrigo),

- Dekubitusprophylaxe wenn Hautdefekt noch nicht besteht

  (z. B. wirksame Druckentlastung, Hautpflege, ausreichende

  Flüssigkeitszufuhr),

- Lagern (Flachlagerung, Oberkörperhochlagerung,

  Bauchlagerung, Beintieflagerung, Beinhochlagerung oder

  Seitenlagerung (30, 90, 135 Grad), ggf. unter Verwendung

  von Lagerungshilfsmitteln),

- Mobilität, Hilfe zur Verbesserung der (im Rahmen der

  aktivierenden Pflege z. B.: Aufstehen aus liegender oder

  sitzender Position in Form von Aufrichten bis zum Stand,

  Gehen und Stehen, Treppensteigen, Transfer / Umsetzen,

  Hinsetzen und Hinlegen, Betten einer immobilen Patientin

  oder eines immobilen Patienten, Lagern, allgemeine

  Bewegungsübungen).

Kosmetische Maßnahmen im Sinne der Schönheitspflege sind keine Maßnahmen der häuslichen Krankenpflege.

 

Die Hornhautpflege mit künstlicher Tränenflüssigkeit, z. B. bei fehlendem Lidschluss soweit keine Augenerkrankung

vorliegt, ist eine prophylaktische Maßnahme.

 

Gabe von Augentropfen/– salben siehe

Medikamentengabe (Nr. 26).

 

Die Augenspülung ist eine ärztliche Leistung.

 

 

 

 

 

Zu Kompressionsstrümpfen ab Klasse II siehe Verbände (Nr. 31)

 

 

 

 

 

 

 

Ist aus medizinischer Sicht eine besondere

Lagerungsform erforderlich, ist dies auf der Verordnung einer anderen Leistung anzugeben.

 

 

5.

Hauswirtschaftliche Versorgung beinhaltet:

 

Besorgungen (auch von Arzneimitteln), Bettwäsche wechseln, Einkaufen, Heizen, Geschirr

spülen, Müllentsorgung, Mahlzeitenzubereitung (auch Diät), Wäschepflege, Reinigung der

Wohnung (Unterhalts- ggf. Grundreinigung).

 

 

 

 Leistungen der Behandlungspflege

 

Pflegerische Prophylaxen, Lagern und Hilfen bei der Mobilität sind Bestandteil der verordneten Leistungen in dem Umfang, wie

sie zur Wirksamkeit der verordneten Leistungen notwendig sind, auch wenn die Häufigkeit, in der sie nach Maßgabe der individuellen

Pflegesituation erbracht werden müssen, von der Frequenz der verordneten Pflegeleistungen abweicht. Die allgemeine Krankenbeobachtung ist Bestandteil jeder einzelnen Leistung der häuslichen Krankenpflege und von daher nicht gesondert verordnungsfähig.

 

 

Nr.

Leistungsbeschreibung

Bemerkung

Dauer und Häufigkeit der

Maßnahme

6.

Absaugen

 

Absaugen der oberen Luftwege

  Bei hochgradiger Einschränkung der Fähigkeit zum 

  Abhusten / der bronchialen Selbstreinigungsmechanismen

  z. B. bei schwerer Emphysembronchitis, Aids,

  Mukoviszidose, beatmete Patientinnen oder Patienten.

 

Bronchialtoilette (Bronchiallavage)

  Therapeutische Spülung der Bronchien bei intubierten /

  tracheotomierten Patientinnen oder Patienten, z. B. mit

  physiologischer Kochsalzlösung, ggf. unter Zusatz von

  Sekretolytika

 

 

7.

Anleitung bei der Behandlungspflege

 

Beratung und Kontrolle der Patientin oder des Patienten, Angehöriger oder anderer Personen in der Häuslichkeit bei Unfähigkeit zur Durchführung der Maßnahmen und

vorhandenem Lernpotential (z. B.Blutzuckerkontrolle).

 

Die Patientin oder der Patient, eine Angehörige oder ein Angehöriger oder eine andere Person wird

 

- in der Durchführung einer Maßnahme 

  angeleitet bzw. unterstützt und

- im Hinblick auf das Beherrschen einer

  Maßnahme kontrolliert,

 

um die Maßnahme dauerhaft selbst durchführen oder dauerhaft Hilfestellung bei der eigenständigen Durchführung der Maßnahme

geben zu können.

 

Bis zu 10x

Anleitung

verordnungfähig

 

8.

Beatmungsgerät, Bedienung und Überwachung

 

Anpassung und Überprüfung der Einstellungen des Beatmungsgerätes an Vitalparameter (z. B. Atemgase, Herzfrequenz, Blutdruck) auf Anordnung der Ärztin oder des Arztes bei beatmungspflichtigen Erkrankungen (z. B. hohe Querschnittslähmung, Zustand nach Schädel- Hirntrauma); Überprüfung der Funktionen des Beatmungsgerätes, ggf. Austausch bestimmter Teile des Gerätes (z. B.

Beatmungsschläuche, Kaskaden, O2- Zellen).

 

 

9.

Blasenspülung

 

Einbringen einer Lösung unter sterilen Kautelen mittels Blasenspritze oder Spülsystem durch einen Dauerkatheter in die Harnblase, Beurteilen der Spülflüssigkeit.

 

Blasenspülungen sind nur verordnungsfähig bei

durchflussbehinderten Dauerkathetern infolge Pyurie oder Blutkoageln.

Bei Blasenspülungen sind Blaseninstillationen Bestandteil der Leistung und nicht gesondert verordnungsfähig. siehe Instillation (Nr. 20)

Bis zu 3 Tage

10.

Blutdruckmessung

 

bei Erst- und Neueinstellung eines Hypertonus.

 

24-h-Blutdruckmessungen mittels Dauermessgerät sind keine Leistung der häuslichen Krankenpflege. Die Häufigkeit der

Blutdruckmessung erfolgt nach Maßgabe des

ärztlichen Behandlungsplanes in Abhängigkeit der ärztlich verordneten Medikamententherapie.

Bis zu 7 Tage

11.

Blutzuckermessung

 

Ermittlung und Bewertung des Blutzuckergehaltes kapillaren Blutes mittels Testgerät (z. B. Glucometer)

 

- bei Erst- und Neueinstellung eines Diabetes (insulin-oder

  tablettenpflichtig),

- bei Fortsetzung der sog. Intensivierten Insulintherapie

 

Routinemäßige Dauermessungen sind nur zur

Fortsetzung der sog. Intensivierten Insulintherapie verordnungsfähig.

Bei der Folgeverordnung ist der HbA 1c- Wert zu

berücksichtigen.

 

Nur verordnungsfähig bei Patientinnen und Patienten mit

- einer so hochgradigen Einschränkung der

  Sehfähigkeit, dass es ihnen unmöglich ist, das

  kapillare Blut zu entnehmen, auf den  

  Teststreifen zu bringen und das Messergebnis 

  abzulesen oder

- einer so erheblichen Einschränkung der Grob-

  und Feinmotorik der oberen Extremitäten, dass 

  sie das kapillare Blut nicht entnehmen und auf  

  den Teststreifen bringen können oder

- einer so starken Einschränkung der 

  körperlichen Leistungsfähigkeit, dass sie zu

  schwach sind, das kapillare Blut entnehmen

  und auf den Teststreifen bringen zu können

  (z.  B. moribunde Patientinnen oder Patienten)

  oder

- einer starken Einschränkung der geistigen

  Leistungsfähigkeit oder Realitätsverlust, sodass

  die Compliance bei der Diagnostik nicht

  sichergestellt ist oder

- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener

  Fähigkeit, die Leistung zu erlernen oder

  selbständig durchzuführen.

 

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Die Häufigkeit der Blutzuckermessung erfolgt nach Maßgabe des ärztlichen Behandlungs-planes in Abhängigkeit der ärztlich verordneten

Medikamententherapie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis zu 4 Wo.

Bis zu 3 x tägl.

 

12

Dekubitusbehandlung

 

Verordnungsvoraussetzungen:

- mindestens oberflächlicher Hautdefekt, evtl. Blasenbildung,

- Versorgung durch Wundreinigung/ Wundverbände (z. B.

  Feuchtverband, Hydrokolloidverband, Hydrogelverband),

- wirksame Druckentlastung.

 

Bei der Verordnung ist der Dekubitus (Lokalisation, Grad, Größe) sowie die bereits vorhandene technische Ausstattung zur Druckentlastung zu beschreiben. Im

Pflegeprotokoll sind der Lagerungszeitpunkt, die

Lagerungsposition sowie die durchgeführte

Wundbehandlung zu dokumentieren. Ziel der Dekubitusbehandlung ist die Wundheilung. Die

Erstverordnung ist in Abhängigkeit von Art und Umfang des Dekubitus bis zu 3 Wochen auszustellen. Vor der Folgeverordnung hat die Ärztin oder der Arzt das Pflegeprotokoll auszuwerten und prognostisch einzuschätzen, ob die Dekubitustherapie unter ambulanten Bedingungen zum Ziel führen kann. Die

Frequenz der Druckentlastung richtet sich nach dem Fortgang der Wundheilung (z. B. alle 2 Stunden).

Die Lagerung von Dekubituspatientinnen und

Dekubistuspatienten soll nach Möglichkeit - ggf. nach Anleitung - von Angehörigen übernommen werden. Zur Dekubitusbehandlung ist der Verbandwechsel Bestand-teil der Leistung und nicht gesondert verordnungsfähig.

 

13

Drainagen, Überprüfen, Versorgen

 

Überprüfen von Lage, Sekretfluss sowie von Laschen, Wechseln des Sekretbehälters.

 

1 - 2 x tägl.

 

14

Einlauf / Klistier / Klysma / digitale Enddarmausräumung

 

bei Obstipation, die nicht anders zu behandeln ist.

 

Das dafür erforderliche Mittel ist nicht zu Lasten der GKV verordnungsfähig; Ausnahme: bei Tumorleiden, bei Megakolon, bei Divertikulose, bei Divertikulitis, bei neurogenen Darmlähmungen, bei phosphatbindender

Medikation bei chronischer Niereninsuffizienz,

vor diagnostischen Eingriffen.

 

Einlauf / Klistier / Klysma bis zu

2 x wöchentlich

Digitale Enddarmaus-

räumung als

einmalige

Leistung

15.

Flüssigkeitsbilanzierung

 

Messung der Ein- und Ausfuhr von Flüssigkeiten mit kalibrieten Gefäßen, ggf. inkl. Gewichtskontrolle, ggf. inkl.

Messung von Bein- und Bauchumfang zur Kontrolle des

Flüssigkeitshaushaltes bei dessen beginnender Dekompensation.

 

Routinemäßige Flüssigkeitsbilanzen sind nicht

verordnungsfähig. Diese Leistung erstreckt sich jeweils über 24 Stunden und ist als eine Leistung anzusehen. Ergebnisse sind gemäß ärztlichem Behandlungsplan zu würdigen, Verlaufs-protokolle sind immer zu führen und durch die Ärztin oder den Arzt auszuwerten. Sie ist nur gesondert verordnungsfähig, wenn keine Hilfe bei der Nahrungsaufnahme und/oder beim Ausscheiden erbracht wird.

1 x tägl.,

bis zu 3 Tage

 

16.

Infusionen, i. v.

 

Wechseln und erneutes Anhängen der ärztlich verordneten Infusion bei ärztlich gelegtem peripheren oder zentralen i.v.

- Zugang oder des ärztlich punktierten Port-a-cath zur

Flüssigkeitssubstitution oder parenteralen Ernährung, Kontrolle der Laufgeschwindigkeit (ggf. per Infusionsgerät) und der Füllmenge, Durchspülen des Zuganges nach erfolgter Infusionsgabe, Verschluss des Zuganges.

 

 

Verlaufsbogen erforderlich.

 

Die i.v. Medikamentengabe, die venöse Blutentnahme sowie die arterielle und

Intrathekale Infusion sind keine Leistungen der häuslichen Krankenpflege.

 

Dauer und

Menge der

Dosierung

streng nach

Maßgabe der

Verordnung

des Präparates.

 

16a

Infusionen, s.c.

 

- Legen, Anhängen, Wechseln, sowie abschließendes

  Entfernen einer ärztlich verordneten s.c. Infusion zur

  Flüssigkeitssubstitution,

- Kontrolle von Laufgeschwindigkeit und Füllmenge,

- Überprüfung der Injektionsstelle beim Anlegen, Wechseln

  oder Entfernen der Infusion auf Zeichen einer Ödembildung,

  Schwellung oder Rötung

 

Auf der Verordnung ist der Infusionstyp, die Menge und die Dauer der Infusion anzugeben.

 

Indikation:

Mittelschwere Exsikkose bei negativer Flüssigkeitsbilanz (bei akuter Erkrankung oder Verschlimmerung der Erkrankung z.B. bei Fieber, Diarrhoe), mit einhergehendem Unvermögen oralen Ausgleichs und potenzieller Reversibilität insbesondere bei geriatrischen Patienten.

 

Als Kontraindikationen sind insbesondere zu beachten:

- Schwere Dehydratation

- Dekompensierte Herzinsuffizienz

- Dekompensierte Niereninsuffizienz

- Koagulopathien

- Kreislaufschock

- Langfristiger Flüssigkeitsbedarf

- Finale Sterbephase

- zur ausschließlichen Erleichterung der Pflege

- Ungenügende Durchführbarkeit aufgrund der

  Compliance des Patienten/der Patientin oder der

  häuslichen Bedingungen in Bezug auf die

  Infusionstherapie

Bis zu 7 Tage

17.

Inhalation

 

Anwendung von ärztlich verordneten Medikamenten, die mittels verordneter Inhalationshilfen (gemäß Hilfsmittel-verzeichnis) als Aerosol oder als Pulver über die

Atemwege inhaliert werden.

 

Dauer und

Menge der

Dosierung streng

nach Maßgabe der Verordnung

des Präparates.

18.

Injektionen

 

i. v.

 

i. m.

Aufziehen, Dosieren und Einbringen von ärztlich verordneten Medikamenten.

 

s. c.

Aufziehen, Dosieren und Einbringen von ärztlich verordneten Medikamenten

 

 

 

Die i. v. Injektion ist eine ärztliche Leistung.

 

 

 

 

 

 

Die s.c. Injektion ist nur verordnungsfähig bei

Patientinnen und Patienten mit

- einer so hochgradigen Einschränkung der

  Sehfähigkeit, dass es ihnen unmöglich ist, die

  Injektion aufzuziehen, zu dosieren und

  fachgerecht zu injizieren oder

- einer so erheblichen Einschränkung der Grob - und

  Feinmotorik der oberen Extremitäten,  

  dass sie die Injektionen nicht aufziehen,  

  dosieren und fachgerecht injizieren können

  oder

- einer so starken Einschränkung der 

  körperlichen Leistungsfähigkeit, dass sie zu  

  schwach sind, die Injektion aufzuziehen, zu

  dosieren und fachgerecht zu injizieren (z. B.

  moribunde Patientinnen und Patienten) oder

- einer starken Einschränkung der geistigen

  Leistungsfähigkeit oder Realitätsverlust, sodass

  die Compliance bei der medikamentösen  

  Therapie nicht sichergestellt ist oder

- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener

  Fähigkeit, die Leistung zu erlernen oder  

  selbständig durchzuführen.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Insbesondere bei Insulin- und Heparininjektionen ist vor der Verordnung dieser Leistung zu prüfen, ob eine eigenständige Durchführung mit Hilfe eines optimalen PEN/ Fertigspritze (Selbstapplikationshilfe) – ggf. auch nach Anleitung – möglich ist.

 

 

 

 

 

Dauer und

Menge der

Dosierung

streng nach

Maßgabe der

Verordnung

des Präparates.

 

19.

Injektionen, Richten von

 

Richten von Injektionen zur Selbstapplikation.

 

Das Richten der Injektion ist nur verordnungsfähig bei Patientinnen und Patienten mit einer so hochgradigen Einschränkung der

Sehfähigkeit, dass es ihnen unmöglich ist, die Medikamente zu unterscheiden oder die Dosis

festzulegen. Dies muss aus der Verordnung hervorgehen. siehe Medikamentengabe (Nr. 26)

 

20.

Instillation

 

Tropfenweises Einbringen von ärztlich verordneten

flüssigen Medikamenten in den Organismus (Hohlorgane, Körperhöhlen, Körperöffnungen).

Bei Blaseninstillationen sind Blasenspülungen Bestandteil der Leistung und nicht gesondert verordnungsfähig. siehe Blasenspülung (Nr. 9)

 

 

21.

Kälteträger, Auflegen von

 

Bei akuten posttraumatischen Zuständen, akuten entzündlichen Gelenkerkrankungen, postoperativen Zuständen.

 

Das Auflegen eines Kälteträgers ist nur verordnungsfähig bei Patientinnen und Patienten mit

- einer so hochgradigen Einschränkung der

  Sehfähigkeit, dass es ihnen unmöglich ist, den

  Kälteträger vorzubereiten oder

- einer so erheblichen Einschränkung der Grob

  - und Feinmotorik der oberen Extremitäten,  

  dass sie den Kälteträger nicht vorbereiten und  

  nicht an den Ort seiner Bestimmung führen

  können oder

- einer so starken Einschränkung der  

  körperlichen Leistungsfähigkeit, dass sie zu  

  schwach sind, den Kälteträger bereiten und an

  den Ort seiner Bestimmung bringen zu können  

  (z. B. moribunde Patientinnen und Patienten)  

  oder

- einer starken Einschränkung der geistigen

  Leistungsfähigkeit oder Realitätsverlust, sodass

  die Compliance bei der Therapie nicht

  sichergestellt ist oder

- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener

  Fähigkeit, die Leistung zu erlernen oder  

  selbständig durchzuführen.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Das dafür erforderliche Mittel ist nicht zu Lasten der GKV verordnungsfähig (siehe § 34 SGB V).

1 - 3 Tage

 

22.

Katheter, Versorgung eines suprapubischen

 

Verbandwechsel der Katheteraustrittstelle einschließlich Pflasterverband und einschließlich Reinigung des Katheters, Desinfektion der Wunde, ggf. Wundversorgung und Anwendung ärztlich verordneter Medikamente

 

- nach Neuanlage,

- bei Entzündungen mit Läsionen der Haut an der  

  Katheteraustrittsstelle

 

 

siehe Ausscheidung (Nr. 2)

 

siehe Stomabehandlung (Nr. 28)

 

Das Abklemmen des Dauerkatheterschlauchs zur Erhaltung und Steigerung der Blasenkapazität ist Bestandteil der Leistung.

Die Abdeckung oder der Wechsel der Abdeckung ist auch ohne Entzündungen mit

Läsionen der Haut verordnungsfähig, wenn damit insbesondere durch erhebliche

Schädigungen mentaler Funktionen (z.B. Kognition, Gedächtnis, Wahrnehmung,

Aufmerksamkeit, Orientierung, psychomotorische Unruhe) bedingt

Gesundheitsgefährdende Handlungen des Patienten an der Katheteraustrittsstelle oder dem Katheter wirksam verhindert werden können.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

nach Neuanlage für bis zu 14 Tage

 

23.

Katheterisierung der Harnblase zur Ableitung des Urins

 

Einlegen, Entfernen oder Wechseln eines transurethralen Dauerkatheters in die Harnblase.

 

 

 

Einbringen eines transurethralen Einmalkatheters in die Harnblase zur Schulung von

Patientinnen und Patienten in der sachgerechten Anwendung des Einmalkatheters.

 

 

 

Intermittierende transurethrale Einmalkatheterisierung bei neurogener Blasenentleerungsstörung oder myogener chronischer Restharnbildung.

 

Die Katheterisierung mit dem Ziel der

Restharnbestimmung sowie das Einlegen und Wechseln eines suprapubischen Katheters sind ärztliche Leistungen, siehe Ausscheidungen   (Nr. 2).

 

 

Die Schulungskatheterisierung ist bei Patientinnen und Patienten verordnungsfähig, die im Rahmen der vorhergehenden Behandlung nicht ausreichend geschult wurden und die Fähigkeit besitzen, die Selbstkatheterisierung zu erlernen.

 

Die intermittierende transurethrale

Einmalkatheterisierung ist verordnungsfähig, wenn eine andere Methode der Harnableitung nicht zu besseren Ergebnissen führt bei Patientinnen und Patienten, die wegen

- einer so erheblichen Einschränkung der Grob

  - oder Feinmotorik oder

- eingeschränkter Sehfähigkeit oder

- einer so starken Einschränkung der geistigen

  Leistungsfähigkeit oder eines Realitätsverlusts

  oder

- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener

  Fähigkeit die Katheterisierung nicht erlernen  

  oder nicht selbständig durchführen können.

 

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Dauerkatheter

-

wechsel alle 3

-

4 Wochen

max. 5 Tage

 

24.

Krankenbeobachtung, spezielle

 

- kontinuierliche Beobachtung und Intervention mit den

notwendigen medizinisch- pflegerischen Maßnahmen

 

- Dokumentation der Vitalfunktionen wie: Puls, Blutdruck,

  Temperatur, Haut, Schleimhaut einschließlich aller in diesem

  Zeitraum anfallenden pflegerischen Maßnahmen.

 

Die Leistung ist verordnungsfähig,

 

- wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit sofortige

  pflegerische/ärztliche Intervention bei

  lebensbedrohlichen Situationen täglich 

  erforderlich ist und nur die genauen Zeitpunkte 

  und das genaue Ausmaß nicht im Voraus

  bestimmt werden können oder

- wenn über einen Zeitraum von mindestens 24

  Stunden festgestellt werden soll, ob die  

  ärztliche Behandlung zu Hause sichergestellt  

  werden kann oder ob Krankenhausbehandlung

  erforderlich ist. Die Verordnung ist nur

  begründet, wenn aufgrund schwerwiegender

  akuter Verschlechterung des Krankheitsverlaufs

  die Kontrolle der Vitalfunktionen erforderlich ist

  und erst aufgrund des über den gesamten

  Betrachtungszeitraum zu führenden

  Verlaufsprotokolls die ärztliche Entscheidung  

  über die Notwendigkeit der 

  Krankenhausbehandlung oder des Verbleibs zu  

  Hause getroffen werden kann.

 

Die spezielle Krankenbeobachtung setzt die permanente Anwesenheit der Pflegekraft über den gesamten Versorgungszeitraum voraus.

 

Zur speziellen Krankenbeobachtung gehören auch die dauernde Erreichbarkeit der Ärztin oder des Arztes und die laufende Information der Ärztin oder des Arztes über Veränderungen der Vitalzeichen.

 

Die allgemeine Krankenbeobachtung ist Bestandteil jeder pflegerischen Leistung.

Klärung, ob Krankenhaus-

behandlung

erforderlich ist:

1 x pro

Verordnung

 

25.

Magensonde, Legen und Wechseln

 

Legen und Wechseln einer Verweilsonde durch die Nase / den Mund zur Ableitung des Magensaftes oder zur Sicherstellung der enteralen Ernährung, wenn die normale

Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist.

 

 

siehe Ernährung (Nr. 3)

siehe Ausscheidungen (Nr. 2)

 

 

26.

Medikamentengabe (außer Injektionen, Infusionen, Instillationen, Inhalationen)

Die Medikamentengabe ist nur verordnungsfähig bei Patientinnen und Patienten mit

- einer so hochgradigen Einschränkung der

  Sehfähigkeit, dass es ihnen unmöglich ist, die

  Medikamente zu unterscheiden oder die Dosis

  festzulegen oder

- einer so erheblichen Einschränkung der Grob

  - und Feinmotorik der oberen Extremitäten,  

  dass sie die Medikamente nicht an den Ort ihrer

  Bestimmung führen können oder

- einer so starken Einschränkung der 

  körperlichen Leistungsfähigkeit, dass sie zu  

  schwach sind, die Medikamente an den Ort

  ihrer Bestimmung bringen zu können (z. B.

  moribunde Patientinnen oder Patienten) oder

- einer starken Einschränkung der geistigen

  Leistungsfähigkeit oder Realitätsverlust, sodass

  die Compliance bei der medikamentösen  

  Therapie nicht sichergestellt ist oder

- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener

  Fähigkeit, die Leistung zu erlernen oder  

  selbständig durchzuführen.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Dauer und

Menge der

Dosierung

streng nach

Maßgabe der

Verordnung

des Präparates.

Bei Folgever- ordnungen

ausführliche

ärztliche Begründung.

Bei Folgever-

ordnungen ist

die Angabe des

Lokalbefundes

erforderlich.

 

 

Richten von ärztlich verordneten Medikamenten,

wie

z. B. Tabletten, für von der Ärztin oder vom Arzt bestimmte Zeiträume

 

 

 

 

Verabreichen von ärztlich verordneten Medikamenten,

(z. B. Tabletten, Augen-, Ohren- und Nasentropfen, Salben, Tinkturen, Lösungen, Aerosole, Suppositorien) für

von der Ärztin oder vom Arzt bestimmte Zeiträume,

über den Magen-,Darmtrakt (auch über Magensonde),

über die Atemwege,

über die Haut und Schleimhaut,

 als Einreibungen bei akuten posttraumatischen  

    Zuständen, akuten entzündlichen Gelenkerkrankungen,  

    akuten wirbelsäulenbedingten Symptomen, akuten

         dermatologischen Erkrankungen,

  → als Bad zur Behandlungvon Hautkrankheiten mit  

         ärztlich verordneten medizinischen Zusätzen zur  

         Linderung oder Heilung bei dermatologischen

         Krankheitsbildern und die ggf. erforderliche

         Nachbehandlung (z. B. Einreibung mit ärztlich  

         verordneten Salben),

  → zur Behandlung des Mundes, lokale Behandlung der   

        Mundhöhle und der Lippen mit ärztlich verordneten

        Medikamenten,

  → zur Behandlung des Auges, insbesondere bei  

        Infektionen, Verletzungen, postoperativen Zuständen,

       Glaukom

Das Richten der Arzneimittel erfolgt i.d.R. wöchentlich (mit Ausnahme flüssiger Medikamente wie Säfte und Tropfen)

und umfasst auch die Kontrolle, ob die Medikamente regelmäßig eingenommen wurden.

 

Die Ohrenspülung ist eine ärztliche Tätigkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

siehe Körperpflege (Nr. 4)

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch Hornhautbehandlung mittels künstlicher

Tränenflüssigkeit aufgrund augenärztlicher

Diagnostik.

 

26a

Durchführen der Sanierung von MRSA- Trägern mit gesicherter Diagnose

 

- Durchführung Sanierung/Eradikation nach ärztlichem  

  Sanierungsplan gemäß Verordnung. Dazu können bei  

  Bedarf insbesondere gehören:

 

  → Applikation einer antibakteriellen Nasensalbe oder eines

       antiseptischen Gels

 

  → Mund- und Rachenspülung mit einer antiseptischen

       Lösung

 

  → Dekontamination von Haut und Haaren mit

       antiseptischen Substanzen

 

  → In Verbindung mit den MRSA Sanierungsmaßnahmen

       als begleitende Maßnahmen Textilien, die mit Haut oder

       Schleimhaut Kontakt haben, täglich wechseln und

       Gegenstände, die mit Haut oder Schleimhaut Kontakt  

haben, täglich desinfizieren in besonders gelagerten Ausnahmefällen, in denen ausnahmsweise der regelhaft

gegebene Anspruch auf Erbringung dieser Leistungen nach dem SGB XI nicht gegeben ist. Die Voraussetzungen des § 6 Absatz 5 der Richtlinie werden abschließend im Verfahren nach § 6 geprüft.

 

Die Leistung ist verordnungsfähig im Rahmen der vertragsärztlich abrechenbaren Behandlung und Betreuung von Trägern mit dem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA).

 

- Wird die Eradikationstherapie im Krankenhaus

  begonnen, kann eine Verordnung zur 

  Sicherung der Nahtlosigkeit der Sanierung  

  zudem unter den Voraussetzungen des § 7

  Absatz 5 erfolgen.

- Die Leistung ist auch verordnungsfähig im

  Rahmen einer Eradikationstherapie im Vorfeld

  von geplanten invasiv- diagnostischen,  

  interventionellen oder operativen Eingriffen,

  wenn die MRSA

- Kolonisation im Krankenhaus festgestellt  

  wurde.

 

Bezüglich der Verwendung von Übergabebögen wird auf die jeweils aktuellen Empfehlungen maßgeblicher Fachorganisationen/Netzwerke verwiesen.

Die begleitenden Maßnahmen des Wäschewechsels und der Desinfektion sind regelhaft Leistungen, die im Bereich der pflegerischen Grundversorgung und der

hauswirtschaftlichen Versorgung nach SGB XI erbracht werden. Deshalb besteht ein Regelungsbedarf im Bereich der häuslichen Krankenpflege nur für besonders gelagerte

Ausnahmefälle, in denen entgegen der Regel ein

Anspruch aus dem SGB XI nicht besteht. Diese

besondere Voraussetzung (§ 6 Absatz 5 der Richtlinie) wird abschließend im Verfahren nach § 6 geprüft.

In Bezug auf die bei der Durchführung der

Leistungen zu beachtenden Anforderungen insbesondere an die Hygiene im Haushalt, an den Umgang mit Textilien und Gegenständen, die mit der Haut oder Schleimhaut der Patientin oder des Patienten in Kontakt kommen, an die

Händehygiene sowie an organisatorische Maßnahmen der Versorgung wird auf die jeweils aktuellen Empfehlungen maßgeblicher Fachorganisationen/Netzwerke verwiesen.

Die Verordnung setzt voraus, dass die Patientin bzw. der Patient aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen oder entwicklungsbedingt noch nicht vorhandenen Fähigkeiten nicht in der Lage ist, die im

Rahmen der MRSA- Sanierungsbehandlung erforderlichen Maßnahmen mit ärztlicher Einleitung, Anleitung bzw. Überwachung selbst durchzuführen.

Dauer nach

Maßgabe des

ärztlichen

Sanierungs-

plans (5 bis 7

Tage). Neue

Erstverordnung

nach frustraner

Sanierung

möglich. Dabei

sind im Vorfeld

die Gründe des

Misserfolgs zu

eruieren

 

27.

Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG), Versorgung bei

 

Wechsel der Schutzauflage bei PEG, Kontrolle der Fixierung und Durchgängigkeit, einschließlich Reinigung der Sonde, Desinfektion der Wunde, ggf. Wundversorgung und

Anwendung ärztlich verordneter Medikamente

 

 

siehe Ernährung (Nr. 3)

 

 

27a

Psychiatrische Krankenpflege

 

Erarbeiten

  der Pflegeakzeptanz (Beziehungsaufbau),

 

 

 

Durchführen

  von Maßnahmen zur Bewältigung von

  Krisensituationen,

 

Entwickeln

  kompensatorischer Hilfen bei  krankheitsbedingten

  Beeinträchtigungen der Aktivitäten

 

Nur verordnungsfähig bei

F00.1 Demenz bei Alzheimer- Krankheit, mit  

          spätem Beginn (Typ 1)

F01.0 Vaskuläre Demenz mit akutem Beginn

F01.1 Multiinfarkt- Demenz

F01.2 Subkortikale vaskuläre Demenz

F02.0 Demenz bei Pick- Krankheit

F02.1 Demenz bei Creuztfeldt-Jakob-Krankheit

F02.2 Demenz bei Chorea Huntington

F02.3 Demenz bei primärem Parkinson-Syndrom

F02.4 Demenz bei HIV-Krankheit

F02.8 Demenz bei andernorts klassifizierten  

          Krankheitsbildern

F04.- Organischem amnestischen Syndrom,

         nicht durch Alkohol oder andere

         psychotrope Substanzen bedingt

 

F06.0 Organischer Halluzinose

F06.1 Organischer katatoner Störung

F06.2 Organischer wahnhafter Störung

F06.3 Organischer affektiver Störungen

F06.4 Organischer Angststörung

F06.5 Organischer dissoziativer Störung

F06.6 Organischer emotional labiler Störung

F07.0 Organischer Persönlichkeitsstörung

F07.1 Postenzephalitischem Syndrom

F07.2 Organischem Psychosyndrom nach

          Schädelhirntrauma

F20.- Schizophrenie

F21.- Schizotyper Störung

F22.- Anhaltender wahnhafter Störung

F24.- Induzierter wahnhafter Störung

F25.- Schizoaffektiver Störung

F30.- Manischer Episode

F31.- Bipolarer affektiver Störung mit Ausnahme  

         von: F31.7 –F31.9

F32.- Depressiver Episode mit Ausnahme von:

         F32.0, F 32.1 und F 32.9

F33.- Rezidivierender depressiver Störung mit  

         Ausnahme von: F33.0, F 33.1, F 33.4,

         F 33.8 und F33.9

F41.0 Panikstörung, auch wenn sie auf sozialen

          Phobien beruht

F41.1 Generalisierter Angststörung

wenn  

daraus resultierend eine oder mehrere der          folgenden Beeinträchtigungen der Aktivitäten (Fähigkeitsstörungen) in einem  Maß vorliegen, dass das Leben im Alltag nicht mehr selbständig bewältigt oder koordiniert werden kann und das

 Krankheitsbild durch Medikamentengaben allein nicht ausreichend therapiert werden kann:

- Störungen des Antriebs oder der Ausdauer

  oder der Belastbarkeit in Verbindung mit der

  Unfähigkeit der Tagesstrukturierung oder der

  Einschränkung des planenden Denkens oder

  des Realitätsbezugs

- Einbußen bei

  - der Kontaktfähigkeit,

  - den kognitiven Fähigkeiten wie Konzentration,

    Merkfähigkeit, Lernleistung und

    problemlösendes Denken,

  - dem Zugang zur eigenen Krankheits- 

    symptomatik,

  - dem Erkennen und Überwinden von

    Konfliktsituationen und Krisen

 

 

bis zu 4 Monate

bis zu 14

Einheiten pro

Woche

(abnehmende

Frequenz)

 

Der

Krankenkasse

ist der

Behandlungsplan vorzulegen.

 

 

28.

Stomabehandlung

 

Desinfektion der Wunde, Wundversorgung, Behandlung mit ärztlich verordneten Medikamenten, Verbandwechsel und Pflege von künstlich geschaffenen Ausgängen (z. B.

Urostoma, Anus-praeter) bei akuten entzündlichen Veränderungen mit Läsionen der Haut.

Bei Anus-praeter und Urostoma siehe Ausscheidungen (Nr. 2)

siehe Katheter, Versorgung eines suprapubischen (Nr. 22)

siehe PEG, Versorgung bei (Nr.27)

Bei Trachostoma siehe Trachealkanüle, Wechsel und Pflege (Nr. 29)

 

29.

Trachealkanüle, Wechsel und Pflege der

 

Herausnahme der liegenden Trachealkanüle, Reinigung und Pflege, ggf. Behandlung des Stomas, Einsetzen und Fixieren der neuen Trachealkanüle, Reinigung der entnommenen

Trachealkanüle.

 

 

30.

Venenkatheter, Pflege des zentralen

 

Verbandwechsel der Punktionsstelle grundsätzlich mit Transparentverband, Verbandwechsel des zentralen Venenkatheters, Beurteilung der Einstichstelle

(einschließlich i.v. Porth-a-cath).

 

Die notwendige Inspektion der Punktionsstelle ist

Bestandteil der allgemeinen Krankenbeobachtung.

 

1 – 2 x

wöchentlich bei

Transparentver-

band

 

31.

Verbände

 

Anlegen und Wechseln von Wundverbänden

  Anlegen, Wechseln von Verbänden, Wundheilungskontrolle,

  Desinfektion und Reinigung (auch Wundreinigungsbad),  

  Spülen von Wundfisteln, Versorgung von Wunden unter

  aseptischen Bedingungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlegen oder Abnehmen eines Kompressionsverbandes

(z. B. nach Pütter, Fischer-Tübinger),

An- oder Ausziehen von Kompressionsstrümpfen/-

  strumpfhosen der Kompressionsklassen II bis IV.

 

Bei Patientinnen und Patienten zur Abheilung von Ulcera, zur Unterstützung des venösen Rückflusses, Unterstützung des Lymphabflusses bei

    

       - Varikose,

       - Thromboembolie,

       - chronischer Veneninsuffizienz (CVI),

       - Ödemen,

       - Narben/Verbrennungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- Anlegen von stützenden und stabilisierenden Verbänden

zur unterstützenden Funktionssicherung der Gelenke

z. B. bei Distorsion, Kontusion, Erguss

 

Lokalisation und Wundbefund sind in der Diagnose

anzugeben.

 

Das „Überprüfen von Drainagen“ ist Bestandteil

der Leistung und nicht gesondert verordnungsfähig.

 

Wundschnellverbände (z. B. Heftpflaster, Abpolsterung,

Sprühverband) sind keine Leistung der häuslichen

Krankenpflege.

Sofern im Zusammenhang mit dem Anlegen und

Wechseln von Wundverbänden eine Kompressions-behandlung erforderlich ist, ist dies auf der

Verordnung anzugeben. Eine gesonderte Verordnung des Anlegens oder Abnehmens eines Kompressions-verbandes bzw. des An- oder Ausziehens von Kompressionsstrümpfen/-strumpfhosen der

Kompressionsklassen II bis IV erfolgt in diesen Fällen

nicht.

Das Anlegen eines Kompressionsverbandes ist

verordnungsfähig, wenn aus medizinischen bzw.

anatomischen Gründen angepasste Kompressions-strümpfe nicht möglich sind. Das An- oder Ausziehen von Kompressionsstrümpfen/ Kompressions-strumpfhosen sowie das Abnehmen eines

Kompressionsverbandes ist nur verordnungsfähig bei

Patientinnen und Patienten mit

- einer so erheblichen Einschränkung der Grob- und

  Feinmotorik der oberen Extremitäten, dass sie die

  Kompressionsstrümpfe/Kompressionsstrumpfhosen

  nicht fachgerecht an- oder ausziehen können bzw.

  den Kompressionsverband nicht fachgerecht

  abnehmen können oder

- einer so starken Einschränkung der körperlichen

  Leistungsfähigkeit, dass sie zu schwach sind, die

  Kompressionsstrümpfe/Kompressionsstrumpfhosen

  fachgerecht an- oder ausziehen bzw. den

  Kompressionsverband fachgerecht abnehmen zu

  können (z. B. moribunde Patientinnen oder Patienten)

  oder

- einer starken Einschränkung der geistigen

  Leistungsfähigkeit oder Realitätsverlust, sodass die

  Compliance bei der Therapie nicht sichergestellt ist

  oder

- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener Fähig-

  keit, die Leistung zu erlernen oder selbstständig

  durchzuführen.

  Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Kompressionsstrümpfe/Kompressionsstrumpfhosen/

Kompressionsverbände sind in der Regel bei mobilen

Patientinnen und Patienten indiziert. Der Einsatz bei

immobilen Patientinnen und Patienten kann insbesondere notwendig sein bei Narben / Verbrennungen, Ulcus cruris venosum (bei dafür geeigneten Materialien zur Kompressionsbehandlung) und bei Stauungszuständen in Folge von Immobilität.

 

Der dauerhafte Einsatz (länger als nur tagsüber) von

Kompressionsstrümpfen/Kompressionsstrumpfhosen/

Kompressionsverbänden kann insbesondere notwendig

sein bei Narben / Verbrennungen und Ulcus cruris venosum (bei dafür geeigneten Materialien zur

Kompressionsbehandlung).

 

Kompressionsstrümpfe/Kompressionsstrumpfhosen der

Kompressionsklasse I siehe Körperpflege (Nr. 4)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jeweils 1 x

täglich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis zu 2 Wochen

jeweils 1 x

täglich

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