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Auswirkungen einer Depression

10.06.2017

Eine Depression

-verursacht emotionales Leid und reduziert die Lebensqualität der Betroffenen

-senkt die Schmerzschwelle

-kann die Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten mit Tumorerkrankungen reduzieren

-vermindert die Selbstsorge-Kompetenz der Betroffenen

-kann früher zu einer stationären Aufnahme in eine Palliativstation oder ein Hospiz führen

vermindert die Entscheidungsfähigkeit der Betroffenen 

Depression in Palliativsituationen. Wie kann eine Pflegefachkraft hier agieren? Was sollten Angehörige tun?

In der Normalbevölkerung liegt die Prävalenz bei ungefähr 7 Prozent.

Die Angaben für Menschen in palliativen Situationen schwanken erheblich und werden in der Literatur mit 5 bis 36 Prozent angegeben.

-Als Pflegefachkraft erstellen Sie für sich eine Liste mit allen Symptomen, die Ihnen im Zusammenhang mit der Depression einfallen oder in der pflegerischen Praxis schon begegnet sind.

-Der Symptomkomplex einer Depression führt häufig dazu, dass die Betroffenen nicht von sich aus über ihr emotional-psychisches Leid sprechen.

-Vielfach sind dafür Denkhemmungen, Hoffnungslosigkeit und Antriebsminderung verantwortlich.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Health Professionals in der Palliative Care die verschiedenen Symptome aktiv bei den vermeintlich Betroffenen erfragen

Pflegende können relativ schnell die Stimmungslage der Betroffenen einschätzen, indem sie lediglich zwei Fragen stellen:

1. Fühlten Sie sich im letzten Monat häufig niedergeschlagen, traurig bedrückt oder hoffnungslos?

2. Hatten Sie im letzten Monat deutlich weniger Lust und Freude an Dingen, die Sie sonst gern tun? 

Behandeln einer Depression

-Die Behandlung einer Depression bei Menschen in der Palliative Care setzt sich aus den Anteilen abwartende Begleitung, der psychosozialen Unterstützung und der medizinisch-medikamentösen Symptomlinderung zusammen.

-Die Behandlungsoptionen werden vor dem Hintergrund der Depressionsstärke ausgewählt; die Patientinnen/Patienten sollten wenn möglich daran beteiligt werden.

-Bei leichten bis mittelschweren Depressionen soll eine Psychotherapie, bei schweren Verläufen in Kombination mit Medikamenten angeboten werden. 

In jedenfall ist immer der Arzt (Hausarzt oder und PallitivCare Arzt) mit eingebunden sowie bei Bedarf ein Phsychtherapeut/in. 

Bedenken Sie, eine Pflegefachkraft ist hier immer einer hohen psychosozialen Belastung ausgesetzt.

Dieser Belastung kann eine Pflegefachkraft durch Ihre Aus-und Weiterbildung meistern. Entsprechender Abstand ist hier von Vorteil. Hingegen ein entsprechendes Maß an Empathie sehr wichtig ist. Betroffene und ihre Angehörigen allerdings müssen verstehen lernen, mit einer völlig ungewohnten Situation umzugehen, dabei ist wieder die Hilfe einer Pflegefachkraft von Vorteil.

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